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Lernkartei in der Legasthenietherapie | LernForm

Lernkartei in der Legasthenietherapie

Da Wörter im Langzeitgedächtnis auch als Wortbilder abgespeichert werden, d.h., beim Schreiben eines bestimmten Wortes wird das dazugehörige Wortbild abgerufen, und ohne über die richtige Schreibweise nachzudenken einfach hingeschrieben. Manche Menschen behelfen sich bekanntlich bei einer unsicheren Erinnerung an die richtige Rechtschreibung eines Wortes dadurch, dass sie dieses Wort einfach ohne Nachzudenken hinschreiben und am so erstellten Wortbild die Richtigkeit ableiten. Da nach dieser Theorie vor allem Kinder mit Rechtschreibschwierigkeiten Probleme haben, sich Wortbilder einzuprägen bzw. aus dem Gedächtnis abzurufen, wird die Lernkartei auch in der Legasthenietherapie eingesetzt. So wurde etwa das Münchner Rechtschreibtraining für Kinder mit einer Lese-Rechtschreibstörung entwickelt, das das Üben mit der Lernkartei mit orthografischem Strategiewissen kombiniert.

hainvg-fun-learningMit Hilfe der Lernkartei und des damit verbundenen intensiven Trainings ist es häufig auch für Kinder möglich, sich die Wörter in der richtigen Rechtschreibung nachhaltig einzuprägen, sodass sie auch noch Monate später in der Lage sind, die so gelernten Wörter richtig zu schreiben. Nach Untersuchungen liegt die Reproduktionsquote geübter Wörter nach nach sechs Wochen bei 75 Prozent und nach sechs Monaten noch bei 60 Prozent.

Auch in der wissenschaftlichen Literatur wird das regelmäßige Üben mit der Lernkartei als ein effektives therapeutisches Vorgehen beschrieben. Beim Einsatz der Lernkartei in der Legasthenietherapie sollte man vier bis fünf Übungsdurchgänge pro Woche ansetzen. Wichtig ist, dass die Wörter im Karteikasten der Rechtschreibfähigkeit des Kindes entsprechen bzw. nur leicht darüber liegen. Es macht keinen Sinn, zu Beginn allzu schwierige und zu lange Wörter zu üben, sondern sich auf Wörter zu beschränken, die dem Wortschatz des Kindes entsprechen. Man sollte sich auch bewusst sein, dass bei allen Kindern die Rechtschreibung deutlichen Leistungsschwankungen unterliegt.

 

Reuter-Liehr, C. (1993). Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung nach der Grundschulzeit: Anwendung und Überprüfung eines Konzeptes. Zeitschrift für Kinder und Jugendpsychiatrie, 135-147.

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