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David gegen Goliat – das Lehrergespräch | LernForm

David gegen Goliat – das Lehrergespräch

Gespräche zwischen Eltern und Lehrern sind oftmals ein heikles Unterfangen. zZumeist steht nur wenig Zeit zur Verfügung, in der eine Reihe von wichtigen Fragen geklärt werden sollen. Kein Wunder also, dass viele Eltern verunsichert sind und nicht wissen, wie sie am besten vorgehen sollen. Besonders dann, wenn es darum geht unangenehme Inhalte anzusprechen. Hilfreich ist dabei eine klare, lösungsorientierte Strategie.

In herkömmlichen Lehrergesprächen, die sowohl von den Eltern als auch von den Pädagogen nur ungern geführt werden, geht es allzu oft lediglich darum Kritik zu äußern oder auszuhalten. In gereizter Stimmung wartet die Lehrkraft auf die Vorwürfe oder Forderungen der Eltern. Dies wiederum wappnen sich schon vor dem Gespräch dagegen, dass ihr Kind und seine Leistungen bemängelt werden. Auf der Basis diese denkbar schlechten Erwartungen ist ein erfolgreicher Abschluss des Gesprächs kaum denkbar. Vorabverurteilungen sollten Sie daher unbedingt vermeiden. Versuchen Sie vorurteilsfrei in das Gespräch zu gehen und nutzen Sie unsere 6 Tipps für eine gute Vorbereitung.

Vorbereitung auf ein Lehrergespräch in sieben einfachen Schritten

  1. Machen Sie sich schon im Voraus klar, was Sie von dem Gespräch erwarten. Geht es lediglich um den halbjährlichen Austausch oder stehen akute Fragen an, die unbedingt geklärt werden müssen.
  2. Wählen Sie Ihre drei wichtigsten Themen aus und sortieren sie diese nach ihrer Priorität. Beginnen Sie mit Ihrem Schwerpunktthema, um sicherzustellen, dass es nicht aus Zeitmangel wegfällt. In der kurzen Zeit wird es kaum möglich sein, mehr als drei Themen zufrieden stellend zu besprechen.
  3. Formulieren Sie gleich zu beginn, was Sie von diesem Gespräch und/oder dem Zukünftigen Verhalten des Lehrers oder der Schule erwarten. Bleiben Sie hierbei freundlich, nachdrücklich und realistisch.
  4. Stellen Sie fest, dass schon das Schreiben der Themenliste oder der Zielformulierung Wut oder Zorn auslöst? Diese starke persönliche Betroffenheit ist keine Basis für ein erfolgreiches Gespräch. Versuchen Sie die Gefühlsebene zu verlassen und notieren Sie sich Fakten, zu denen die Lehrkraft Stellung nehmen soll. Ihre innere Haltung bestimmt die Gesprächsrichtung. Zeigen Sie sich von Anfang an vorwurfsvoll und überheblich, ist ein positives Ergebnis unwahrscheinlich. Versuchen Sie also unvoreingenommen und zuversichtlich auf die Lehrkraft zuzugehen und formulieren Sie ihre Argumente als „Ich“-Botschaften.
  5. Vereinbaren Sie ein bis drei Zielvorgaben, die Sie zum Ende des Gesprächs mit der Lehrkraft besprechen wollen. Formulieren Sie diese in einem Satz, den Sie aufschreiben. Das hilft Ihnen dabei, den roten Faden nicht zu verlieren. Je nach Thema sollten das praktikable Anregungen sein, die die Lehrkraft umsetzen kann, um das Verhalten Ihres Kindes positiv zu beeinflussen oder den Konflikt aufzulösen.
  6. Klären Sie im Vorfeld ab, ob es sinnvoll sein kann, Ihr Kind zum Lehrergespräch mitzunehmen. Falls die Gesprächsthemen das Arbeitsverhalten Ihres Kindes betreffen, ist es durchaus hilfreich, gemeinsam direkt mit dem Kind darüber zu sprechen. In diesem Rahmen können auch Vereinbarungen getroffen werden, wie sich das Verhalten Schritt für Schritt ändern kann.
  7. Bieten Sie an, die Themen des Gesprächs schon vorher per E-Mail anzukündigen oder abzustimmen. Auf diese Art und Weise können sich Eltern und auch die Lehrer besser vorbereiten. Beide Parteien haben so schon vorab einen Einblick in die Schwerpunkte des Gesprächspartners.
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Nutzen Sie die Positive Gesprächsführung, Braun, A.

Niemand hört gerne Kritik oder setzt sich mit persönlichen Anschuldigungen auseinander, da geht es Lehrern ganz genauso wie allen anderen. Sie werden bis heute nicht in Gesprächsführung geschult und müssen trotzdem regelmäßig Elterngespräche führen. Da kann es schon mal passieren, dass sie emotional reagieren und sich persönlich angegriffen fühlen. Allerdings ist das kein Grund dafür, Probleme nicht anzugehen. Bleiben Sie sachlich und erkennen Sie auch positive Aspekte an.

Auf die folgenden Punkte sollten Sie im Lehrergespräch unbedingt achten

  1. Nehmen Sie den Lehrer oder die Lehrerin unbedingt ernst. Lassen Sie nicht die Expertin oder den Experten raushängen, der als einziger genau weiß, was in Ihrem Kind vor sich geht.
  2. Lassen Sie die Lehrkraft ausreden, fragen Sie differenziert nach und reagieren Sie nicht vorschnell.
  3. Formulieren Sie Ihre Kritik objektiv, ohne gleich eine Schuldzuweisung vorzunehmen. Hören Sie sich den Standpunkt der Lehrkraft in Ruhe an und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen.
  4. Zeigen Sie der Person und der Arbeit gegenüber Respekt, denn Lehrerinnen und Lehrer leiden sehr unter dem sinkenden Ansehen ihres Berufsstandes.
  5. Fragen Sie unbedingt nach, ob die Lehrkraft einen Vorschlag zur Lösung des Problems hat. Stellen Sie dann Ihren Lösungsvorschlag vor und diskutieren Sie einen Kompromiss.
  6. Kalkulieren Sie, ob der veranschlagte Zeitrahmen auch ausreichend ist. Falls nicht, bitten Sie gleich um einen weiteren Termin und beschränken Sie das Gespräch auf die wichtigsten Punkte.

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